Schwerpunktmodul

Plastisches und räumliches Arbeiten

Mit der Schwerpunktübung Darstellen und Gestalten wird den Studierenden die Breite der unterschiedlichen Darstellungsformen aus künstlerischer Sicht und unter Berücksichtigung der besonderen Belange des Architekturstudiums nahe gebracht. Mit dem Hauptgewicht wird das Zusammenspiel aus analoger Zeichnung und analogem dreidimensionalem Arbeiten vermittelt. Darauf aufbauend werden Übersetzungen in digital-medial kommunizierte Form thematisiert. Der Einsatz zeitbasierter Medien, wie Film, Video und Rechner wird untersucht und in geeigneter Form durch Verknüpfungen mit analogen Medien eingesetzt. 

Plastisches, Skulpturales und Räumliches Arbeiten
Mit dreidimensionalem Arbeiten, im tradierten Sinn mit plastischem, skulpturalem und räumlichem Arbeiten, wird die Ganzheit von Form und Raum gedacht. Dreidimensionale Form ist allseitig zu erlebende oder vorzustellende Form, bei der jeder Punkt eine Relevanz hat, selbst wenn diese Punkte nicht gleichzeitig sichtbar sind. Die Wahrnehmung der Gesamtheit der Form setzt voraus, dass man sich entweder konkret oder in seiner Vorstellung in der Form bewegt. Das dreidimensio- nale Arbeiten thematisiert zur Konkretisierung räumlicher Vorstellungen, Grundfragen dreidimensionalen Arbeitens wie die Relevanz von Größenverhältnissen, die örtlichen Bezüge von Formen, die Dynamik von Form, den Aufbau von Form, die Präzision von Form, die Veränderbarkeit von Formen, die Materialität von Form. Auf der Basis von handwerklichen Prozessen werden Schlüssigkeiten von Arbeitsprozessen thematisiert. Haptisches, handwerkliches und konzept-orientiertes Arbeiten bilden ein Ergänzungspaar. Haptik und Materialkenntnisse stehen im Zusammenhang mit Recherche, Reflexion und gedanklicher Parameterbildung. Besonders relevant ist das prozessuale Arbeiten, das den Prozess der Idee hin zur Ausarbeitung und zur Transformation in andere Maßstäbe und Materialien zur Folge hat. Gleichzeitig bietet prozessuales Arbeiten das Zulassen von Fehler- und Scheiterprozessen als kreativem und innovativem Potential.

Zeichnen I

Das Lehrgebiet vermittelt durch ein Spektrum zeichnerischer Arbeitsweisen Kenntnisse in Techniken, Methoden und Theorien der Zeichnung. Grundlegende Begriffe wie Perspektive, Proportion, Richtungsbeziehungen, Oberflächen und Volumina, Umgang mit Rundformen im Raum, Texturen, Hell-Dunkel-Beziehungen, werden erläutert und in Übungen, thematisiert. Mit dem Ineinandergreifen verschiedener freier Zeichnungsformen, die ein Spektrum von Zeichnungen, wie Comiczeichnung, Diagramm, serielle Zeichnung, Zeichnung im Raum, aufzeigen, werden Zeichnungsformen vermittelt, die damit die Heterogenität zeichnerischen Tuns verdeutlichen und die notwendige Dimension zeichnerischen Denkens begreifbar machen. In manchen auf die Figur bezogenen Semestern, wird die Aktzeichnung Grundlage für die proportionale Erfahrung von Figur und Raum.

Basismodul

Zeichnen II

In Fortführung der zeichnerischen Lehre des 1. Sem. (Graph. Grundlagen, Analyse, Anschaulichkeit) werden im 2. Sem. zeichnerische Fertigkeiten dergestalt eingesetzt, dass Bildwirkung, Form und Raum thematisch erfasst und ausgedrückt werden können. Zeichnen dient nun der Interpretation gestalterischer Merkmale, sowohl im künstlerischen wie im architektonischen Bereich.

Verschiedene Themenbereiche werden zeichnerisch bearbeitet: Statik (Architektur), und Dynamik (Wuchsformen von Pflanzen), Gestik (Menschen, Tiere, Skulpturen), Bildaufbau (Malerei), Gliederung (Architektur, Pflanzen), Proportion ( Architektur), Komposition (Bild, Form, Skulptur, Architektur), Figur und Raum (Inszenierung), architektonischer Raum (technische Handskizze, Perspektive, Schichtung, Durchdringung, Atmosphäre).

Das konzeptionelle Potential des Zeichnens ist zu erkennen, und in Beziehung zur Architektur werden zusätzlich räumliche Konstellationen als Strukturmodell erstellt.

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