Seminar: WEISSRAUM II

10. April 2026

KWM Lara Dähne

Erster Infotermin: Fr, 10.04. | 10 Uhr | Atelier 3 Süd | Breitscheidstr. 2

Weißraum ist als umgebender Raum in der visuellen Kommunikation mehr als bloßer leerer Raum: Er lenkt den Blick, schafft Rhythmus und gibt Inhalten den Raum zum Atmen. In der Gestaltung ist er ein bewusst gesetztes Gestaltungsmittel – ähnlich wie in der Architektur der entworfene Raum erst durch die Zwischenräume und Proportionen wirkt.

Im Seminar gehen wir der Frage nach, inwiefern Gestaltung, Form und Materialität die Wirkung (Bedeutung) und Wiedergabe (Wahrnehmung) erarbeiteter Inhalte beeinflussen.


Teil 1
Zu Beginn beschäftigen wir uns mit beispielhaften Publikationen aus dem Bereich der Architektur, Stadtplanung und Kunst. Wir legen den Fokus auf analoge Druckerzeugnisse und betrachten dabei gestalterische Aspekte, sowie Haptik und Materialität.

Begleitend zu kurzen Einführungen in die Gestaltungsbausteine Raster, Layout, Typografie und Material bearbeiten die Studierenden praktische Übungen, die diese Themen jeweils vertiefen. Darüber hinaus betrachten wir verschiedenen Darstellungsformen: Die Art der Darstellung ist nicht neutral, sie schafft aktiv Bedeutungen, spiegelt Entscheidungen wider und transportiert eine Haltung. Durch das Analysieren und Vergleichen unterschiedlicher Darstellungsformen sowie das eigenständige Erproben mehrerer Ansätze reflektieren die Studierenden wie gestalterische Entscheidungen Bedeutung erzeugen und Wahrnehmung beeinflussen.


Teil 2
Ein Ausflug führt uns in ein Designstudio, das sich auf inhaltsorientierte visuelle Ausdrucksformen spezialisiert hat. Dort erhalten wir Einblicke in Buchprojekte, die in Zusammenarbeit mit Architekturbüros entstanden sind.

Jede*r gestaltet und bindet für die Endabgabe eine eigene Broschüre, die ausgewählte Inhalte und Ergebnisse der Übungen einem Gestaltungskonzept folgend zusammenführt.


Ziel des Seminars
Das Seminar sensibilisiert dafür, wie stark die gewählte Form die Aussage und Wirkung einer Arbeit prägt. Wir entwickeln ein gestalterisches Bewusstsein dafür, wie Raster, Layout, Typografie und Material die Aussage der Arbeit mittragen. Wir lernen gängige Darstellungsmuster zu hinterfragen und bewusst eigene gestalterische Entscheidungen zu treffen, um die eigenen Arbeiten wirkungsvoll zu präsentieren.

Um sich für die Teilnahme zu bewerben, ist folgende Aufgabe zu bearbeiten:

Erarbeiten Sie einen kleinen Dummy (z.B. DIN A6 oder kleiner), der in einfacher Form eine eigene Arbeit oder ein architektonisches Detail präsentiert. Probieren Sie dabei ein einfaches Falt- oder Bindekonzept aus - ob Heftklammer, Fadenheftung oder Faltblatt bleibt Ihnen überlassen. Der Dummy darf experimentell sein: handgemacht, gefaltet, getackert. Es geht nicht um Perfektion, sondern um eine erste Auseinandersetzung mit Form, Komposition und Materialität. Schreiben Sie Ihren Namen und Ihre Matrikelnr. klein und an geeigneter Stelle auf den Dummy.

Persönliche oder postalische Abgabe bis 08.04.26/12:00 Uhr am Institut für Darstellen und Gestalten (eine digitale Abgabe ist nicht möglich). Verspätete Abgaben oder Posteingänge können leider als unterstützende Auswahlhilfen für die Seminarplätze nicht mehr berücksichtigt werden.

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