Erster Termin: Fr, 17.10. | 09:30 Uhr | Atelier 4 | Breitscheidstr. 2
Ein Kollektivraum zeichnet sich durch seine gemeinschaftliche Nutzung aus und ermöglicht ein nachhaltiges Zusammenleben durch das Teilen von Ressourcen und Raum. Der Aufbau und die Gestaltung eines Raumes prägen das Miteinander entscheidend. Neben Konzepten, die z.B. eher eine gemeinsame Küche, einen Ruhe- oder Arbeitsbereich umfassen, sind auch Überlegungen zu flexiblen oder temporären Raumbelegungen wichtig.
Versammlung und Austausch bilden gemeinschaftliche Tätigkeiten. Die Fragen, mit denen wir uns zunächst befassen möchten, sind: Wie kennen wir kollektive Raumnutzungen? Wie lassen sich kollektive Raumnutzungen einrichten oder abgrenzen? Welche Grundlagen haben kollektive Räume? Welche Wünsche gibt es im Hinblick auf den gemeinschaftlichen Raum? Welche Erfahrungen wurden in kollektiven Innen- und Außenräumen gemacht? Welche Bindungen haben gemeinschaftliche Räume in Bezug auf Tages- oder Jahreszeiten?
Im Gegenzug zum gemeinschaftlichen Raum werden wir den Körper-Raum thematisieren. Wie ist das Verhältnis von Körper-Raum (-Bedarf) zu kollektivem Raum (-Bedarf)? Wie steht dies zum Raum-Verbrauch in Beziehung?
Der Entwurf thematisiert die vorangehenden Fragestellungen und sucht nach Möglichkeiten ihrer Darstellung. Als Darstellungsmittel nutzen Sie die Zeichnung, die Fotografie und die Collage. Für die Erstellung einer räumlichen Arbeit begleiten wir Sie im Findungsprozess des von Ihnen auszuwählenden, geeigneten Materials.
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Ziel des Entwurfs
Ziel ist, dass Sie einen gemeinsamen Bestandsort analysieren und diesen beispielhaft sowohl in seinen Innenraum-, wie auch in seinen Außenraumqualitäten untersuchen. Ihre künstlerisch-architektonischen Arbeiten werden Sie auf diesen Raum beziehen. Der Entwurf sieht vor, dass auch die nähere Umgebung eines Bestandortes einbezogen wird. In der Nutzung von Bestand und geteiltem Raumgebrauch werden Antworten auf aktuelle Themen der Architektur untersucht.
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Internationaler Bezug
Florenz ist ein Ort, der in der Renaissance den Menschen in der Architektur neu einbezieht. Dort entstand eine Stadtrepublik mit demokratischen Elementen, die die Bedürfnisse und Rechte des Individuums förderte und gemeinschaftliche Einrichtungen aufbaute. In dieser Spanne schauen wir uns künstlerische und architektonische Beispiele an.
Die Biennale Venedig trägt in diesem Jahr den Titel „Intelligens: Natural. Artificial. Collective.“ Hierbei beschäftigen uns besonders die Aspekte des „Collective“.
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